Über uns

Beginnen wir die Geschichte im Jahre 2003. Wenngleich Urs Gmür bereits seit jungen Jahren im Finanzsektor tätig ist, hat er eine ausgeprägte Affinität für Landwirtschaft. Mit einer Mutter, die aus einer Bauernfamilie stammt, einem Grossvater der in der Forstwirtschaft sein Brot verdiente und geprägt von seine Ferien auf dem Bauernhof seines Grossonkels im Thurgau entwickelte sich sein Interesse am «Bauer sein» im Laufe der Jahre ganz natürlich.

Ständig auf der Suche nach Marktindikatoren zieht Urs eine pragmatische Schlussfolgerung: Angesichts der exponentiellen demografischen Entwicklung und der Entwicklung der Ernährungstendenzen auf der Welt wird die Produktion von Lebensmitteln mehr denn je zur höchsten Priorität. Eine persönliche Überzeugung, die die Türen zu einer unerwarteten Zukunft öffnet. Im Jahr 2003 befindet sich Argentinien in einer Wirtschaftskrise, auf Grund derer sogar hier ansässige Schweizer Familien in ihr Ursprungsland zurückkehren. Für Urs ist die prekäre Situation ein Anstoss dafür, sich mit der Botschaft in Buenos Aires in Verbindung setzt, um die Möglichkeit eines Erwerbs einer Farm zu prüfen.

Schon bald besucht er die zukünftige Domäne Pecne Te, an der er sofort Gefallen findet. Es wird aber noch zwei Jahre dauern, bis er zum Kauf der Liegenschaft zurückkehrt.

In der Provinz Mendoza gelegen, welche für ihre Obst- und Weinkultur bekannt ist, erstreckte sich das Anwesen ursprünglich über 40 Hektaren, zu welchen später noch weitere 75 Hektare hinzugekommen. Ausgestattet mit einem Wasserrecht verfügte es über alle nötigen Voraussetzungen für eine optimale Nutzung. Die erste Etappe bestand darin, den Boden zu nivellieren, einen 10'000 m3 großen Wasserrückhaltepool zu schaffen und ein Tropfbewässerungssystem zu installieren. Alsdann wurden schrittweise 5.000 Walnuss-, 6.000 Pflaumen-, 900 Pistazien-, etwa 100 Olivenbäume gepflanzt, ein Parzelle für den Anbau von Tomaten (zur Trocknung) bestellt und ca 25 Hektaren Rebfläche angebaut.

Zwischen 2008 und 2010 beschlossen drei Freunde, sich an der Entwicklung der Domäne zu beteiligen. Gleichzeitig fügt ein glücklicher Zufall dem Projekt eine neue Dimension hinzu, das Treffen mit dem Waadtländer Weinbauern Philippe Bovet (www.philippebovet.ch). Dieser zögert nicht, sich dem Abenteuer anzuschließen und die Teams vor Ort in seine Kunst des Weinbaus einzuführen. Seitdem ist er regelmäßig nach Argentinien gereist, um den Betrieb zu koordinieren und zu überwachen.

Im Jahr 2016 tritt das Projekt in eine neue Phase ein: die Beteiligung einer Handvoll neuer Investoren aus dem Freundeskreis und eine einhergehende Erhöhung des Aktienkapitals ermöglicht es, die Verarbeitung von Produkten und deren Vorbereitung auf den Export zu professionalisieren. Zu den ergriffenen Schritten gehören die Einrichtung eines Lagerhauses und der Kauf von Spezialgeräten, insbesondere zum Trocknen von Walnüssen, Pflaumen und Tomaten. Nach der Errichtung eines professionellen Weinkellers ausgestattet mit Gerätschaft aus europäischer Fabrikation übernimmt Philippe Bovet die Leitung der Vinifizierung, berät und erstellt Protokolle. Im Jahr 2018 vinifiziert das Weingut zum ersten Mal die eigene Ernte von Bonarda, Malbec und Torrontés.

Die Philosophie, das Know-how, die Methodik und die Gewissenhaftigkeit von Philippe Bovet sind Garanten für die Qualität der Weine von Pecne Te. Zudem sind Respekt für das Produkt und die Natur, das Teilen bzw. Weitergabe von Kenntnissen Schlüsselbegriffe für den Schweizer Weinbauern aus Givrins.

 

Darüber hinaus sind die klimatischen Bedingungen in der Region Mendoza (https://es.climate-data.org/america-del-sur/argentina/mendoza/mendoza-1893/) ideal für eine nachhaltige Landwirtschaft.

 

Pecne Te-Produkte sind nach argentinischen, europäischen und schweizerischen Standards zertifiziert und zeichnen sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Die Farm und Bodega Pecne Te in Kürze:

- Gelegen am Fusse der Anden in der Provinz Mendoza

 - Fläche von 125 Hektaren

 - 25 Hektaren Rebfläche in Malbec, Bonarda, Syrah, Torrontés, Sauvignon Blanc und Viognier

 - Erste Abfüllung 2017 (Malbec)

- Weinproduktions-Kapazität 150'000 Liter

 - 5'000 Nussbäume, 5'900 Pflaumenbäume, 800 Pistazienbäume, rund 100 Olivenbäume

 - Hochwertige Produkte, auf dem Gut verarbeitet und verpackt

 - Rund zehn Mitarbeiter

 - Anteilsbeteiligung > 90% Schweizer

 - Internationaler Vertrieb, derzeit hauptsächlich in Europa und der Schweiz

 - Privatkunden, F & B (Restaurants, Weinbars ...), Weinhändler, Weinfachhändler, Weinclubs

Die Region Mendoza

Die Provinz Mendoza liegt am Fusse der Anden Argentiniens. Der höchste Gipfel, der Aconcagua (6‘880 m.ü.M), befindet sich etwa 110km Luftlinie von der Stadt Mendoza entfernt. In der Region herrschen kontinental-klimatische Bedingungen: kalte Winter und heisse Sommer. Auf dem 33. Breitengrad der Südhemisphäre werden Durchschnittstemperaturen von 24° Celsius im Sommer (Dezember) und 8° im Winter (Juli) gemessen, wobei anzufügen gilt, dass Tiefstwerte weit unter den Gefrierpunkt fallen können. Das erklärt auch, warum in dieser Gegend keine subtropischen Pflanzen angebaut werden. Die Provinz Mendoza kann als Halbwüste bezeichnet werden, in der ein großflächiger Agraranbau ohne künstliche Bewässerung nicht möglich wäre. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag beträgt etwa 250 mm (was ca. einem Sechstel desjenigen der Schweiz entspricht). Die indianischen Ureinwohner nutzten schon vor Jahrhunderten ein intelligentes Bewässerungssystem, um Wasser aus den Anden in die Ebene zu leiten und so das Land fruchtbar zu machen. Auch heute noch werden sämtliche Anbauflächen künstlich bewässert. So auch auf dem Anwesen von Pecne Te, wo zusätzlich Grundwasser aus einem eigenen Tiefbrunnen zur Verfügung steht.

Unsere Produkte

Alle von Pecne Te entwickelten Produkte stammen aus nachhaltiger Landwirtschaft und erfüllen hohe Qualitätsstandards. Sie entsprechen den Anforderungen der argentinischen, europäischen, schweizerischen Normen.

Das Sortiment umfasst Walnüsse, getrocknete Pflaumen, sonnengetrocknete Tomaten, Pistazien, Olivenöl und Weine, die mit Hilfe des Schweizer Winzers Philippe Bovet hergestellt werden. Alle Produktionsstufen werden intern verwaltet: Anbau, Verarbeitung, Verpackung und Vorbereitung für den Export.

Unsere Sicht der Dinge ("Mission Statement")

Die Weltbevölkerung wächst stetig. In bevölkerungsreichen Ländern wie China und Indien zeichnet sich ein Trend hin zu einem eher westlichen Lebensstil ab, der mit steigender Kaufkraft auch einen erhöhten Kalorienverbrauch hervorruft. Es scheint daher offensichtlich, dass der Agrarsektor seine Produktionskapazität erhöhen muss, um die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln zu befriedigen. Demgegenüber stehen eine limitierte Agrarfläche,  und Berichte über Bodendegradation aufgrund von Umweltverschmutzung, Verstädterung und Klimawandel sind alarmierend. In diesem Zusammenhang ist schwer vorstellbar, dass der Druck auf die Landwirtschaft und insbesondere auf die Produktionspreise noch lange anhalten wird. Besser zu essen, um länger zu leben, wird zu einer Philosophie, die von einer wachsenden Anzahl von Menschen adoptiert wird. Mentalitäten und Gewohnheiten ändern sich ...

 

Führen wir und kurz die Situation um den Ersten und Zweiten Weltkrieg vor Augen: Etwa 80% des Einkommens wurde für Nahrungsmittel ausgegeben. Heute liegt diese Quote bei rund 15%. In der Tat haben Autos, Unterhaltungselektronik und Urlaub in weit entfernten Ländern vorrangigen Charakter. Aber wie wir alles Wissen können sich Zeiten und Umstände auch wieder ändern.. .

​Aus unserer Sicht sieht die Landwirtschaft einer rosigen Zukunft entgegen: Der aktuelle Trend, z.B. zu mehr Bio-Äpfel oder Bananen von Max Havelaar ist ein Beleg für eine konstruktive Entwicklung. Der Verbraucher ist bereit, in ein Qualitätsprodukt zu investieren. Der Kauf orientiert sich zunehmend an "kontextuellen Faktoren" wie Chemikalieneinsatz, Arbeitsbedingungen, Verpackung oder Transport zum Endverbraucher.

​Gleichzeitig glauben wir, dass sich die Produktion hochwertiger Lebensmittel nicht auf den wirtschaftlichen Aspekt beschränkt, sondern von größter Bedeutung ist, da eine nachhaltige Landwirtschaft zu einer gesünderen Umwelt beiträgt und unsere Umwelt wie auch uns selbst schützt. In diesem Zusammenhang sind die trockenen Wetterbedingungen von Mendoza ideal, da ein geringe Feuchtigkeit  chemische Behandlungen weitgehenst einschränkt. Heute setzen wir alles daran, dass die Produkte von Pecne Te den europäischen und schweizerischen Standards für eine nachhaltige Landwirtschaft mehr als gerecht werden.

​In gleicher Weise ist es für uns wichtig, ein Geschäftsmodell zu verfolgen, das den Weg zwischen dem Hersteller und dem Endverbraucher minimiert. Wir bevorzugen daher die von uns organisierten Direktlieferungen, wodurch ein optimaler Transport und eine optimale Lagerung gewährleistet werden können, was letztendlich dem Verbraucher in Bezug auf Qualität und Preis zugute kommt.

Contact:

 

Agropec Sàrl / Route de Genolier 7 - La Cour / 1271 Givrins / Switzerland / info@pecnete.com / phone: +41 22 99 404 80

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